Zephir gGmbH

Sozialpädagogische Familienhilfe mit geflüchteten Familien

Seit über einem Jahr unterstützt Zephir e.V. geflüchtete Familien im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfen nach SGB VIII, §31.

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Zurzeit betreuen wir Familien aus Afghanistan, Ghana, Pakistan, Irak und dem Libanon.

Dies stellt uns vor neue Herausforderungen, da die Bedarfe der geflüchteten Familien erst einmal andere sind als die der Familien, die in Deutschland schon immer bzw. schon lange leben. Sozialpädagogische Arbeit ist meist erst dann möglich, wenn die Familie sich in Sicherheit fühlt, zur Ruhe gekommen ist. Wenn eine Perspektive für ein neues, eigenständiges Leben gegeben ist und die Familie den Wunsch nach Integration hat. Nachdem wir diese Basis geschaffen haben, können wir die sozialpädagogischen Probleme mit den Familien bear-beiten.

Bei Familien, denen eine Perspektive nicht gegeben werden kann, müssen wir akzeptieren, dass nur kleine Gegebenheiten verändert werden können, die dann nicht über eine sozialpädagogische Familienhilfe finanziert werden: z.B. eine bessere Kommunikation zwischen Schule und Eltern, Kitaplatz für die Kinder suchen, Freizeitgestaltung für die Kinder/Jugendliche, Vormundschaften für verheiratete Minderjährige.

Wir müssen uns mit anderen Kulturen und deren Gegebenheiten beschäftigen, mit Dingen auseinandersetzen, die uns fremd sind. Bestenfalls haben wir eine Fachkraft mit den geforderten Sprach- und Kulturkenntnissen an unserer Seite. Aber in den meisten Fällen arbeiten wir mit Dolmetschern, die zum Teil ihre eigene Geschichte einbringen. Die direkte Kommunikation mit den Familien ist die größte Herausforderung in der Arbeit mit geflüchteten Familien.