Zephir gGmbH

Traumata und psychosoziale Krisenintervention

Traumata und psychosoziale Krisenintervention in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Die Ambulante Psychotherapie für Kinder und Jugendliche bei Zephir e.V. unterstützte die MitarbeiterInnen des Bereichs der temporären Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, indem sie – gemeinsam mit anderen Arbeits-bereichen von Zephir e.V. – eine Schulung zum Umgang mit psychosozialen Krisen entwickelte und durchführte.

Hierbei wurden die wesentlichen Ursachen und Funktionen von Selbstverletzungen wie z. B. Ritzen und anderen (para-)suizidalen Handlungen thematisiert, individuelle Fragen der MitarbeiterInnen beantwortet und ein Handlungsleitfaden, eine sogenannte „Checkliste“, wie in Krisensituationen zu handeln ist, erstellt. Überdies wurden relevante rechtliche Hintergründe, z. B. die Thematik der Zwangseinweisung behan-delt, die psychosoziale Versorgungslandschaft Berlins vorgestellt sowie Notfallnummern und mögliche Ansprechpartner für den Krisenfall innerhalb und außerhalb von Zephir e.V. benannt.krisenintervention

Mit traumatisierten und sich hochbelastet zeigenden jugendlichen Flüchtlingen führt eine Psychologin zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von ein bis drei Monaten Gespräche.

Traumatische Erlebnisse durch Krieg im Heimatland oder durch die Flucht werden in dieser ersten und schwierigen Phase des Ankommens, in der die Jugendlichen noch in einer Notunterkunft leben, nicht thematisiert. Die Gespräche haben stattdessen das Ziel, den Jugendlichen zu stabilisieren und ihm den Alltag und das Ankommen in der neuen Heimat zu erleichtern.

Zum Teil malen oder töpfern die Jugendlichen während der Gespräche, ein Jugendlicher arbeitet mit einer Nähmaschine und mit einem weiteren soll ein kleiner Film gedreht werden. Während der Beschäftigung mit einer Handarbeit fällt es den Jugendlichen oft leichter, sich zu öffnen.